Gestern Nacht erhielten wir einen Anruf aus der Kölner Innenstadt. Eine junge Frau hatte beobachtet, wie ein Mann zwei Katzen an der Kasinostraße ausgesetzt hat. Sie reagierte genau richtig und meldete sich sofort bei uns. Also machten wir uns direkt auf den Weg.

Vor Ort konnten wir die beiden völlig verängstigten Katzen schnell sichern – natürlich waren beide nicht gechippt.

Dann begann leider wieder unser tägliches Organisations-Drama:

Wohin mit den beiden Katzen?

Das Tierheim in Zollstock hat wegen des Pilzbefalls weiterhin Aufnahmestopp. Das Tierheim in Dellbrück kann zwar wieder Tiere aufnehmen – aber nicht, wenn wir sie bringen. Die Aufnahme ist nur möglich, wenn die Tiere über die Feuerwehr gebracht werden.

Also mussten wir die Katzen erst zur Feuerwache nach Ostheim fahren. Von dort wurde der Tiertransport der Feuerwehr organisiert, der die beiden schließlich ins Tierheim nach Dellbrück brachte.

Das Kuriose daran:

Jeder Einsatz des Tiertransports kostet die Stadt Köln Geld.

In einer Situation, in der die Stadt an allen Ecken sparen muss, wirkt es schon absurd, dass durch solche bürokratischen Umwege Ressourcen der Feuerwehr gebunden und zusätzlich Kosten verursacht werden.

Wir wissen inzwischen wirklich nicht mehr, ob wir darüber lachen oder weinen sollen.

Zum Glück sind die beiden Katzen jetzt erst einmal in Sicherheit.

💝Wir freuen uns sehr, wenn Ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet:

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